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Was ist Implantologie?

Seit über 25 Jahren ist die Implantologie als wissenschaftlich anerkannte Therapie fester Bestandteil der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die zur Verankerung von Zahnersatz oder kieferorthopädischen Behandlungsmitteln eingesetzt werden. Die Vorteile dieser Therapieform liegt in der stabilen und langfristig knochenerhaltenden Verankerung. Implantatversorgungen sind zu einem hohen Prozentsatz erfolgreich. Behandlungsmaßnahmen an Nachbarstrukturen können oft vermieden werden (z.B. das Beschleifen und Überkronen von Nachbarzähnen zur Aufnahme einer Brückenversorgung).

ImplantatologieDie heute verwendeten Implantate bestehen in der Regel aus Titan mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturierungen. Diese ermöglichen eine reizlose knöcherne Einheilung und langfristige Funktion. Überwiegend werden rotationssymmetrische Formen als Zylinder und Schrauben eingesetzt. Allergien gegen Titan sind bisher nicht bekannt.

Es besteht bei ausreichend vorhandenem oder aufgebauten ortsständiger Knochendicke und -höhe eine medizinische Indikation für Implantate bei Patienten, die ohne diese nicht befriedigend versorgt werden könnten (z.B. extremer Kieferkammabbau) und bei denen die Implantatversorgung gegenüber der konventionellen Versorgung funktionelle Vorteile bietet (z.B. zahnloser Kiefer, Freiendsituation, Schaltlücke, kieferorthopädische Behandlungsmittel).

Für die Implantologie gelten dieselben Indikationseinschränkungen wie für andere operative Eingriffe in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Sie können allgemeinmedizinisch bedingt oder lokal auf das Implantationsgebiet begrenzt sein. Weitere Indikationseinschränkungen bestehen bei mangelnder Bereitschaft zur Mundhygiene und bei unzureichender Kooperation der Patienten. In diesen Fällen ist von einer Implantation abzuraten.