Chirurgie



Die Diagnostik vor der eigentlichen Implantation umfasst neben der zahnärztlichen Untersuchung die Beurteilung der lokalen Hart- und Weichgewebe (Knochen und Schleimhaut). Planungsmodelle sind hilfreich bei der Festlegung der Implantatposition und ermöglichen unter Berücksichtigung des geplanten Zahnersatzes die Herstellung von Röntgen- und Operationsschablonen. Die Diagnostik des Knochenangebotes erfolgt mit der Panoramaschichtaufnahme. Als weitere radiologische Maßnahmen können z.B. Einzelzahnfilme notwendig werden.

Die Anzahl der erforderlichen Implantate, deren Länge und Durchmesser wird bestimmt durch das verfügbare knöcherne Implantatlager sowie deren spätere Nutzung. Beim Zahnersatz muss zwischen abnehmbaren, bedingt abnehmbaren und festsitzenden Versorgungen unterschieden werden. Herausnehmbarer implantatgestützter Zahnersatz beim zahnlosen Kiefer wird standardmäßig auf 4 Implantaten abgestützt. Diese Form der Versorgung ermöglicht eine höhere Stabilisierung der Prothese mit weniger Knochenresorption des Kiefers als die ebenfalls mögliche Stabilisierung mit 2 Implantaten. Rein implantatgetragener bedingt abnehmbar oder festsitzender Zahnersatz beim zahnlosen Kiefer ist standardmäßig auf 6 Implantaten abgestützt, wobei im Oberkiefer auch mehr als 6 Implantate, im Unterkiefer in Ausnahmefällen auch lediglich 4 Implantate notwendig sein können.

Bei richtiger Indikationsstellung, fachgerechter Durchführung, sorgfältiger Mundhygiene des Patienten und Wahrnehmung von Kontrolluntersuchungen ist die Langzeitprognose für Implantate als sehr gut anzusehen (nach 10 Jahren sind durchschnittlich noch mehr als 80% der Implantate in Funktion).




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